"Fragile" Pressetext espace.ch
TANZ IN DER DAMPFZENTRALE Die Himmelstänzerin. Das Ensemble Dakini Dance Projects elektrisiert mit seiner neuen Produktion "Fragile" die Dampfzentrale. ï Lucie Machac. Ein Viereck symbolisiert die Erde, ein Kreis die Sonne. Das mandalaartige, schlichte Bühnenbild aus Neonröhren ist in sanftes Licht gehüllt; Es widerspiegelt das energetische Universum der Dakini - der Himmelstänzerin aus der tibetischen Mythologie. Sie selbst kauert noch reglos ausserhalb ihres Wirkungsreiches. Metallische Klänge prasseln auf sie nieder. Benommen und kraftlos beginnt sie, sich im Zeitlupentempo am Boden zu winden. Pulsierende Bässe flössen ihrem Körper allmählich Energie ein, während sie sich taumelnd aufrichtet, sich zaghaft zu der weiss leuchtenden Erde vortastet und durch ihren meditativen Gesang den Energiefluss des Lichtes in sich aufsaugt. Weibliche Kreativität Die Himmelstänzerin Susanne Daeppen setzt sich in ihrer neuen Tanzproduktion "Fragile" auf eine sehr subtile Weise mit den uns immanenten Kräften auseinander, aus denen wir unsere Kreativität schöpfen. Menschen sind fragile Wesen. Sie müssen mit ihren schöpferischen Energien behutsam umgehen, damit sie nicht bereits in ihren verletzlichen Anfängen zer brechen. Als Soloperformerin erforscht Daeppen vor allem das unausgeschöpfte Potenzial der weiblichen kreativen Energie. Ihre prophetische Stimme dringt dem Publikum bis unter die Haut: ´Are you ready for the light?ª Die Himmelstänzerin ist es: Die Kraft der Erde strümt durch ihren Körper. Energiegeladen zucken ihre Glieder in spastischen Krämpten, bis sie erschöpft in sich zusammensinkt. Wieder bei Kräften, lässt sie die Sonne durch gesungene magische Formeln in einem elektrisierenden Blau erstrahlen. Reduzierung aufs Maximum Durch eine spannungserhaltende Musikkomposition und wirkungsreiche Lichteffekte steigern die Kunstschaffenden von Dakini Dance Projects die Performance von Susanne Daeppen zu einem sinnlichen Erlebnis, das auch Nichtesoteriker Energieflüsse verspüren lässt und unwillkürlich in seinen Bann zieht. Tanz, Musik, Gesang und Licht sind minimalistisch, aber ausdrucksstark inszeniert. Ein letztes Mal schreitet die geheimnisvolle Tänzerin anmutig und in zelebrierter Langsamkeit durch ihr selbst erschaffenes Lichtuniversum, bevor sich die "Illusion in slowmotion" wieder im Dunkeln verflüchtigt und das Publikum entfesselt applaudiert. Die Reise der Tänzerin geht in Biel, Basel und Zürich weiter.> Übersicht
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